Fördermodell zur Einführung von Mobilitätsmanagement an Grazer Schulen

Ein Fördermodell bietet Schulen in Graz die Möglichkeit, aus einer „Mobilitätsspeisekarte“ diverse Aktionen zu wählen, und unterstützt sie, diese anschließend durchzuführen. Damit soll das Mobilitätsverhalten von SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern langfristig positiv beeinflusst werden.

Die Hauptziele des Fördermodells sind:
  • die Fähigkeit von Kindern, sich selbstständig im Verkehr zurechtzufinden, zu stärken und infolgedessen ihre Gesundheit, Selbstständigkeit und Lernfähigkeit zu fördern;
  • LehrerInnen, Eltern und SchülerInnen über Mobilitätsmanagement und Sanfte Mobilität durch Aktionen aufzuklären und deren Mobilitätsverhalten nachhaltig zu verändern.
  • durch Sanfte Mobilität den städtischen Verkehr zu reduzieren und das Schulumfeld verkehrstechnisch zu beruhigen;
  • Schulwege wieder vorwiegend eigenständig und mit umweltfreundlichen Mobilitätsarten zurückzulegen;
  • kontinuierlich Informationen über die Zusammenhänge zwischen Mobilität – Umwelt – Gesundheit bereitzustellen.

Das Fördermodell wurde erstmals im Schuljahr 2010/11 implementiert. Die Basis des Fördermodells bildet ein vom IVP ausgearbeiteter Leitfaden, in dem alle förderfähigen Aktivitäten näher präsentiert werden. Pro Förderaktion wurden 2-7 Punkte – abhängig von den Kosten und der Effektivität hinsichtlich aktiver Mobilität – vergeben. Eine 100%-Förderung pro Schule wurde ab einer Mindestpunkteanzahl von 15 Punkten ausgeschüttet. Voraussetzung dafür war einerseits eine Mobilitätserhebung unter SchülerInnen und LehrerInnen und andererseits ein schriftliches Ansuchen bei der Stadt Graz.
Die Aktionen variierten von einem Radreparaturkurs über Fahrradlottos für SchülerInnen und LehrerInnen bis zum Testen von E-Bikes und Fahrradzubehör. Insgesamt wurden 22 Förderaktionen angeboten.

Die beachtliche Zufriedenheit und Akzeptanz der beteiligten Schulen hinsichtlich der angebotenen Aktionen hat die Stadt Graz dazu veranlasst, das Fördermodell auch künftig anzubieten.